Wohnraumförderung

Zinsgünstige Darlehen der NRW.BANK für die Wohnraumförderung des Landes NRW

 

Zu Beginn des Jahres 2018 wurde die Wohnraumförderung im Land NRW neu aufgestellt. Über ein mehrjähriges Wohnraumförderungsprogramm wurden attraktive Rahmenbedingungen und Konditionen erlassen, welche bis zum Jahr 2022 Bestand haben und fortentwickelt werden. Förderangebote bestehen insbesondere für die Mietwohnraum- und Eigenheimförderung, die Förderung von Baumaßnahmen für schwerbehinderte Menschen sowie für die Modernisierung von bestehenden Mietwohnungen und Eigenheimen. Die jeweiligen Konditionen richten sich im Mietwohnungsbereich nach den sogenannten Mietniveaus und im Eigenheimbereich nach den sogenannten Kostenkategorien, welche für alle Kommunen des Landes NRW festgelegt wurden. Eine Übersicht über die Einstufung der Kommunen des Kreises Warendorf finden Sie hier. Zu den einzelnen Förderprogrammen, die über den Kreis Warendorf beantragt werden können, erhalten Sie nachfolgend weitere Informationen.

 

Mietwohnraumförderung:

 

Der Bedarf an barrierefreiem und bezahlbarem Wohnraum für Wohnberechtigte ist in ganz NRW hoch. Auch im Kreis Warendorf wird ein zunehmender Bedarf an entsprechendem Wohnraum verzeichnet. Daher bleibt insbesondere die Förderung von Mietwohnraum nach den aktuellen Wohnraumförderungsbestimmungen (WFB) auch im Jahr 2020 ein Schwerpunkt.

 

Die Basis einer möglichen Förderung bildet die Wohnfläche. Für die einzelnen Mietniveaus sind einzelne Grundpauschalen festgelegt, die pro Quadratmeter (qm) Wohnfläche gewährt werden. Mit einer möglichen Förderung wird gleichzeitig eine Bewilligungsmiete festgelegt, die von den späteren Mieterinnen und Mietern verlangt werden darf. Seit dem Förderjahr 2020 gelten für die Mietniveaus M 2 und M 3 die gleichen Konditionen.

 

Die aktuellen Bewilligungsmieten und die Fördersätze in den einzelnen Mietniveaus stellen sich 2020 wie folgt dar:

 

Höhe der Miete bei Erstbezug:

 

Mietniveau  

Einkommensgruppe A  

Einkommensgruppe B

M 2, M 3

5,80 €

6,50 €

M 4

6,20 €

7,00 €

 

Grundpauschalen pro qm Wohnfläche bei Neubaumaßnahmen:

 

Mietniveau  

Einkommensgruppe A  

Einkommensgruppe B

M 2, M 3

1.980 €

1.150 €

M 4

2.150 €

1.400 €

 

Neben der Neubauförderung werden auch Neuschaffungen im Bestand gefördert. Da hier die Gebäudesubstanz bereits besteht, fallen die Grundpauschalen etwas geringer aus als bei einer Neubauförderung.

 

Zusätzlich zu den Grundpauschalen können attraktive Zusatzdarlehen, beispielsweise für rollstuhlgerechten Wohnraum, besonders kleine (bis 55 qm) oder besonders große Wohnungen (ab fünf Zimmern mit zweitem WC), für die Errichtung eines Aufzuges, für Wohnraum für Menschen mit Schwerbehinderung oder Mehrkosten der Standortaufbereitung (z. B. für erforderliche Abrissmaßnahmen) in Anspruch genommen werden.

 

Für eine Inanspruchnahme von Mietwohnraumfördermitteln müssen 20 % der Gesamtkosten des Bauvorhabens als Eigenleistung erbracht werden.

 

In Kommunen des Mietniveaus M 2 und M 3 wird ein Tilgungsnachlass in Höhe von 15 %, in Kommunen des Mietniveaus M 4 in Höhe von 25 % auf die Fördersumme gewährt. Auf einige Zusatzdarlehen erfolgt sogar ein Tilgungsnachlass in Höhe von 50 %.

 

Für die ersten 15 Jahre fallen seit 2020 keine Zinsen mehr auf das Förderdarlehen an. Es wird lediglich ein dauerhafter Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 0,5 % als Belastung fällig.

 

Eigenheimförderung:

Das Land NRW gewährt einkommensabhängig für Haushalte mit Kindern oder schwerbehinderten Menschen für den Neubau und den Erwerb von Wohnraum zinsgünstige Baudarlehen. Insgesamt sollen insbesondere junge Familien bei der Verwirklichung des Traums von der eigenen Immobilie unterstützt werden.

 

Die Grundpauschale im Bereich der Eigenheimförderung liegt je nach Kostenkategorie zwischen 66.900 € und 122.600 €. Für jedes zum Haushalt gehörende Kind und jede zum Haushalt gehörende schwerbehinderte Person wird das mögliche Darlehen um 17.000 € erhöht. Zudem können Bauwillige oder Kaufinteressierte von einem Tilgungsnachlass in Höhe von bis zu 7,5 % des Gesamtförderbetrages profitieren. Das aufzubringende Eigenkapital in Höhe von 15 % der Gesamtkosten des Vorhabens kann durch einen sogenannten Eigenleistungsersatz reduziert werden. Die Belastung aus dem Darlehen beläuft sich auf 1 % (Zinsen und Verwaltungskostenbeitrag).

 

Seitens der NRW.BANK wurde eine neue Plattform zum Thema Wohnen eingerichtet. Auf der Internetseite der NRW.BANK [https://www.nrwbank.de/de/themen/wohnen/eigentumsfoerderung.html] haben Sie die Möglichkeit, sich die Fördermöglichkeiten in einem Film erklären zu lassen, die geltenden Einkommensgrenzen einzusehen und über einen Chancenprüfer Ihre Einkommenssituation mit den geltenden Einkommensgrenzen zu vergleichen.

 

Des Weiteren kann die NRW.BANK über eine Servicenummer kontaktiert werden. Diese dient der Erstinformation über die Eigentumsförderung. Wird Ihr Bauvorhaben konkret, wenden Sie sich bitte an uns als Ihre Bewilligungsbehörde.

 

Servicenummer: 0211/91741 – 4500

Mo. - Do.         08:00 – 18:00 Uhr

Fr.:                  08:00 – 17:30 Uhr

 

 

Darlehen für Schwerbehinderte:

 

Für schwerbehinderte Menschen kann neben der Eigentumsförderung oder auch einzeln für Neubau- oder Umbaumaßnahmen ein Baudarlehen gewährt werden, wenn die Baumaßnahme aufgrund der Art der Behinderung erforderlich ist. Für Haushalte, die die Einkommensgrenze nicht übersteigen oder nur geringfügig übersteigen, kann ein Darlehen in Höhe von bis zu 40.000 € bzw. bis zu 20.000 € gewährt werden.

 

 

Modernisierungsförderung:

 

Des Weiteren bestehen attraktive Angebote zur Förderung der Modernisierung von Wohnraum nach der  Richtlinie zur Förderung der Modernisierung von Wohnraum in Nordrhein-Westfalen (RL Mod). Es können beispielsweise Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, der Reduzierung von Barrieren oder auch Maßnahmen zum Einbruchschutz gefördert werden. Auch für die Änderung und Erweiterung von Wohnraum, beispielsweise für einen Dachgeschossausbau in bestehenden Wohngebäuden, kann eine Modernisierungsförderung beantragt werden. Es handelt sich um eine Komplettfinanzierung. Die Darlehensobergrenze wurde mit 100.000 € je Wohnung bzw. Eigenheim angesetzt. Eigenleistungen sind nicht erforderlich. Für Modernisierungsmaßnahmen wird sogar ein Tilgungsnachlass in Höhe von 20 % gewährt. Bei Umsetzung energetischer Standards, die über die bundesgesetzlichen Vorgaben hinausgehen, und bei Maßnahmen der Wärmedämmung mit ausschließlich ökologischen Dämmstoffen kann dieser Tilgungsnachlass nochmals um jeweils fünf Prozentpunkte steigen. Zudem fallen für die ersten zehn Jahre keine Zinsen an. Es wird lediglich ein dauerhafter Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 0,5 % als Belastung fällig.

 

Bei der Förderung von Modernisierungsmaßnahmen können auch bis zu 49 Prozent Instandhaltungskosten mit gefördert werden.

 

Die Konditionen der einzelnen Förderdarlehen können Sie dieser Übersicht tabellarisch entnehmen.

 

Antragsstellung und Verfahren:

 

Die aktuellen Antragsformulare sowie weiteres Informationsmaterial können auf der Homepage www.nrwbank.de unter der Rubrik „Förderthemen / Wohnen“ heruntergeladen werden.

 

Zuständig für die Bewilligung der Finanzierungshilfen für Baumaßnahmen im Kreisgebiet ist der Kreis Warendorf, Sachgebiet „Finanzwirtschaft und Wohnungswesen“.

 

Wir beraten Sie gerne über die Voraussetzungen und das Verfahren von der Antragstellung über die Bewilligung bis hin zum Abschluss des Darlehensvertrags mit der NRW.BANK. Sollten Sie Interesse an einer Beratung haben, können Sie gerne einen Termin vereinbaren.

 

Anträge auf Mittel aus der Wohnraumförderung können für alle Bereiche jederzeit gestellt werden. Wir empfehlen Ihnen, unser Beratungsangebot vor einer Antragsstellung anzunehmen.

 

 

Sie erreichen uns:

Kreis Warendorf
Der Landrat
Kämmerei – Finanzwirtschaft und Wohnungswesen
Waldenburger Straße 2
48231 Warendorf

E-Mail: wohnbaufoerderung@kreis-warendorf.de

 

 

Für weitere Informationen nachfolgende Links

 

Förderung Mietwohnungen / Gruppenwohnungen:

Förderung von Mietwohnraum-Neubau:

www.nrwbank.de/de/foerderlotse-produkte/Foerderung-von-Mietwohnraum-Mietwohnungen-Neubau-/15346/produktdetail.html

 

Förderung von Mietwohnraum - Mietwohnungen Neuschaffung im Bestand:

www.nrwbank.de/de/foerderlotse-produkte/Foerderung-von-Mietwohnraum-Mietwohnungen-Neuschaffung-im-Bestand/15350/produktdetail.html

 

Förderung von Mietwohnraum - Menschen mit Behinderung:

www.nrwbank.de/de/foerderlotse-produkte/Foerderung-von-Mietwohnraum-Menschen-mit-Behinderung/15364/produktdetail.html

 

 

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Wohnberatung- als Ergänzung zur Förderung der Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand

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Energieberatung- weitere Informationen zu energieeffizienter Gebäudesanierung, Wärmepumpen, Solarthermie etc. 

https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/

Zuständiges Amt:

Kämmerei
Waldenburger Str. 2,
48231 Warendorf   Karte

Es hilft Ihnen weiter:

Frau Sonja Herrmann

Mietwohnraum- und Quartiersförderung, Modernisierungsförderung von Mietwohnungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

 sonja.herrmann@kreis-warendorf.de
 02581 53-2040
 02581 53-92040

Frau Marina Hoffmann

Eigenheimförderung, Modernisierungsförderung von Eigenheimen

 marina.hoffmann@kreis-warendorf.de
 02581 53-2042
 02581 53-92042

Frau Fabienne Knoche

Sachgebietsleitung

 fabienne.knoche@kreis-warendorf.de
 02581 53-2010
 02581 53-2099

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